zer o_c omments

insomnia: in einem wartesaal kreisen. das echo der schritte als einziges geräusch. am anderen ende: freizeichen.

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selbstbildnis als restrisiko & selbstbildnis als lyrisches ich (angenehm, da draußen). (was man so denkt, während man eingeflogenen tulpen die füße abschneidet.)

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wie ich einen spleen erwarb: als ich mal eine weile sehr niedergeschlagen und mutlos war (man hat mir später geraten, nichtssagende und verwirrende begriffe wie «depressive episode» zu meiden, was hier durch verschiebung auf die metaebene gelingt), ging zu allem überfluss auch noch die zahnpasta zu ende. der weg zum rewe auf der anderen straßenseite ist sehr, sehr lang. die supermarktmusik ist sehr, sehr fröhlich. ich bin damit beschäftig, außer dem regal mit der zahnpasta nichts wahrzunehmen; sehr, sehr damit beschäftigt. es gibt verschiedene sorten, zu viele verschiedene sorten, die eine entscheidung notwendig machten. entscheiden heißt: risiko einer fehlentscheidung. man muss also zunächst die parameter klären: preis und menge (preis/mengen-verhältnis). das ist trivial. selbst fünfzig sorten lassen sich so leicht in eine transistente präferenzordnung bringen. die geschmacksrichtung ist unproblematisch: nichts süßes, nichts beeriges. aber welchem health-claim ist der vorzug zu geben? «für frischen atem», «für gesundes zahnfleisch», «für perlweiße zähne»? dem ersten misstraue ich, das mittlere scheint sinnvoll, das letztere ist durch einen ungesunden abrasionsfaktor erkauft, wie jeder weiß. einige pasten versprechen indes kombinationen, ein produkt sogar «umfassende pflege für die sieben zeichen gesunder, schöner zähne». sieben zeichen? nicht drei oder fünf? ist das den aufpreis wert? beinah vergesse ich zu bedenken, dass die gesundheitsbehördlich empfohlene dosis von 1450 parts per million fluorid enthalten sein muss. also wieder von vorn. erst dann kann man die indifferenzkurven entlang der genannten parameter optimieren und ins verhältnis zu den tatsächlich vorhandenen kombinationen setzen. ich bin ein mündiger verbraucher.
zu hause liegt die erschlaffte tube auf dem waschbeckenrand. wenn man sie aufschneidet, reicht sie noch für ein paar tage.

[kw 46: 81km, eugenides – the marriage plot (ende), kebir – ein akzeptabler mann (1–75), foer – eating animals (1–146), pfitzinger – advanced marathoning (kurz reingelesen, gut), justus köhncke – the wonderful frequency band (ziemlich enttäuschend).]

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