zer o_c omments
Thursday, 24. July 2014
laut tidenkalender war bis um acht zeit. um sechs radelten wir barfuß den fluß hinauf, dann an das andere ufer, über die «erdbeerbrücke», die dem so genannten volksmund immer noch besser schmeckt als der name eines ehemaligen mitglieds der sturmabteilung.

(su hatte auf der rampe, die sich wie eine schnecke hier hinaufwand, über schrebergärten und kaisenhäuschen, einmal ein bobby-car-rennen veranstaltet.) ein zollboot ließen wir vorsichtshalber passieren, bevor wir am stadion wasserten, nur eine münze und den fahrradschlüssel in der badehose. der ebbstrom war noch so stark wie erhofft. treiben lassen: durch den schwell der «kindersegen», entlang der schüttböschungen, durch grünes wasser, durch blaue reflexe. die sonne stand flach über der «umgekippten kommode» und kitzelte die wellen. so sieht die stadt aus, ein zentimeter über normal null. ein angler warnte uns vor polizei, bußgeld, steigerte sich in schauergeschichten, und als das nicht half, rief er uns den fachgerechten begriff «gekennzeichnete badestelle» hinterher. beginnendes frösteln war es, woraufhin wir kurs auf das ufer nahmen. es kam mir vor, als wäre ich mit einem mal in die welt zurückgekehrt. in deinem gesicht stand, dass du wusstest, was ich meine.

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Wednesday, 23. July 2014
i don't care much for you anymore.

die sonne & das neonlicht.

remembering coney island beach.

aus den alben (i).

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Tuesday, 22. July 2014
plötzlich ruft das fernsehen an. ich hatte mir vorgenommen, keine gelegenheit mehr verstreichen zu lassen, die ein interessantes erlebnis verspricht. im überschwang und aus neugier sage ich ja, und dann stehen sie bei mir in der wohnung. ich soll etwas über mich erzählen. gar nicht so einfach. die sonne scheint heiß durch das fenster, aber die tonfrau sagt: die balkontür bleibt zu, der verkehrsgeräusche wegen. ihre unterarme sind tätowiert. vielleicht, weil alle so sympathisch sind, spiele ich brav mit. ich lasse mich in befremdliche posen dirigieren, obwohl es mir unangenehm ist, so die kontrolle über die inszenierung meines ego abzugeben. in der küche schneide ich obst, versuche, mich gleichzeitig auf die fragen zu konzentrieren, und dabei ganz natürlich rüberzukommen, was glänzend misslingt. vor jeder antwort möchte ich erstmal lange überlegen, und mit «es kommt darauf an» beginnen. ein bisschen wie mündliche prüfung. eitel genug, um mich filmen zu lassen, aber zu wenig selbstbewusst, um mir das resultat anzuschauen. ich kann es mir vorstellen: die schweißflecken auf dem schönen hemd; meine vernuschelte stimme, eine oktave höher als ich sie zu hören gewohnt bin; der seltsame tick, dessen ich mir bislang nicht bewusst war. als die kamera eingepackt ist, redet die regisseurin mir noch flausen aus, einen möglichen laufbahnwechsel richtung presse & rundfunk betreffend. das gras auf der anderen seite ist stets grüner.

eine stunde später beim laufen [12km, TWL 3x(1000m @ 3:21, 400m Trab)] fallen mir all die intelligenten und schlagfertigen antworten ein.

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